Essstörungen

Neurobiologie der Anorexia Nervosa

An­sprech­part­ner: Prof. Dr. S. Ehr­lich, Dipl.-Inf. D. Geis­ler, Dipl.-Psych. J. Zwipp, E. See­ger
Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner: 
Prof. Dr. M. Smol­ka, Sys­te­mi­sche Neu­ro­wis­sen­schaf­ten, Dres­den;
Prof. Dr. U. Lehm­kuhl und Dr. R. Burg­hardt, Kli­nik für Psych­ia­trie, Psy­cho­so­ma­tik und Psy­cho­the­ra­pie des Kin­des- und Ju­gend­al­ters der Cha­rité Uni­ver­si­täts­me­di­zin Ber­lin;
Prof. Dr. C. Jacobi, Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie, TU Dresden


Anor­exia ner­vo­sa (AN) ist eine der häu­figs­ten psy­chi­schen Er­kran­kun­gen bei Mäd­chen und jun­gen Frau­en. Die Er­kran­kung führt zu schwer­wie­gen­den me­di­zi­ni­schen Kom­pli­ka­tio­nen und er­höh­ter Sterb­lich­keit. Die er­kran­kungs­be­ding­te Un­ter­bre­chung so­ma­ti­scher und psy­chi­scher Ent­wick­lungs­pro­zes­se haben oft jah­re­lan­ge ne­ga­ti­ve Nach­wir­kun­gen.
Stu­di­en an Men­schen und Tie­ren zeig­ten Ver­än­de­run­gen in ver­schie­de­nen Neu­ro­trans­mit­ter­sys­te­men und Neu­ropep­ti­den, die wahr­schein­lich durch Man­ge­ler­näh­rung und Un­ter­ge­wicht in­du­ziert sind. Wel­che bio­lo­gi­schen Fak­to­ren die Er­kran­kun­gen be­güns­ti­gen, ist bis­her wenig be­kannt. Ein Weg, die durch das un­ter­ge­wicht be­ding­ten so­ge­nann­ten "state"- von den eher sta­bi­len "trait"-Mar­kern zu un­ter­schei­den, ist die Un­ter­su­chung von Pa­ti­en­ten mit AN in ver­schie­de­nen Sta­di­en der Er­kran­kung, z.B. im aku­ten, sym­pto­ma­ti­schen Sta­di­um und nach Ge­sun­dung.

In enger Ko­ope­ra­ti­on mit der Kli­nik für Psych­ia­trie, Psy­cho­so­ma­tik und Psy­cho­the­ra­pie des Kin­des- und Ju­gend­al­ters der Cha­rité Uni­ver­si­täts­me­di­zin Ber­lin un­ter­sucht un­se­re For­schungs­grup­pe Stö­run­gen im se­ro­to­n­er­gen Sys­tem, der ap­pe­tit-re­gu­lie­ren­den Pep­ti­de und neu­ro­tro­phen Pro­te­ine sowie ge­ne­ti­sche As­so­zia­tio­nen.
Dar­über­hin­aus sol­len mit Hilfe von ma­gnetre­so­nanz­to­mo­gra­fi­schen Ver­fah­ren die neu­ro­na­len Kor­re­la­te von wich­ti­gen, an der AN be­tei­lig­ten, psy­cho­lo­gi­schen Pro­zes­sen un­ter­sucht wer­den. Dabei in­ter­es­sie­ren wir uns ins­be­son­de­re für Be­loh­nung, Ler­nen und Emo­ti­ons­re­gu­la­ti­on.

Die MRT-Untersuchung findet im NeuroImaging Center an der TU Dresden statt. Eine Anfahrtsskizze finden Sie hier.

 

Evaluation der Vorteile einer spezifischen Wohngruppe zur Nachbehandlung  von Patientinnen mit Essstörungen

Ansprechpartner: Prof. Dr. V. Roessner
Kooperationspartner:
  auguszt & jetter Gesellschaft für innovative Sozialarbeit
  Jugendamt der Stadt Dresden
  Sozialamt der Stadt Dresden
  Prof. Dr. P. Joraschky, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, UKD Dresden

Trotz intensiver familientherapeutischer Behandlung nutzt ein Teil der Patientinnen mit Essstörung nach der Therapie eine Wohngruppe als Übergangsphase, bis eine Rückkehr ins Elternhaus bzw. selbständiges Wohnen möglich ist.

In dieser Studie sollen die spezifischen Anforderungen an eine solche Wohngruppe ermittelt werden. Es wird eine spezifische 5-Tage-Wohngruppe mit 4 Plätzen für junge Frauen zwischen 16 und max. 21 Jahren gegründet. Es wird das Outcome der Patientinnen in der spezifischen Wohngruppe verglichen mit der Entwicklung von Patientinnen in einer vergleichbaren Wohngruppe ohne ein spezielles Konzept für Essgestörte.

 

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