Klinische Neurophysiologie und Multimodale Bildgebung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Ansprechpartner: Professor Dr. Licenciado en psicología (UNED, Madrid, Spanien) S. Bender
Kooperationspartner (in alphabetischer Reihenfolge):
Prof. Dr. Ch. M. Freitag, Goethe Universität Frankfurt
Prof. Dr. C. Gomez, Universität Sevilla, Spanien
PD Dr. T. Kammer, Universität Ulm
Prof. Dr. Ch. Klein, Universität Freiburg / Bangor, UK
Prof. Dr. M. Laucht, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim
Prof. Dr. F. Resch, Universität Heidelberg
Prof. Dr. M. Romanos, Universität München
Prof. Dr. M. Weisbrod, Universität Heidelberg
Im Neurophysiologie-Labor steht ein TMS-kompatibles 64-Kanal-DC-EEG System zur Verfügung, das in Verbindung mit moderner Stimulationssoftware (Presentation) zur Erfassung evozierter und ereigniskorrelierter Potentiale verwendet wird. Einzelpuls- und repetitive transkranielle Magnetstimulation wird mit einem Mag&More TMS-Stimulator durchgeführt, der eine genaue Synchronisation von EEG-Messung und TMS-Stimulation erlaubt. Die TMS erfolgt neuronavigiert (Brain Voyager), das heißt, alle oberflächlich gelegenen Hirnrindenregionen können zu bestimmten Zeitpunkten in kognitiven Paradigmen gezielt beeinflusst werden. Sowohl die Anregung als auch eine Hemmung ist möglich. Die Integration von EEG und TMS ist im Kindes- und Jugendalter weltweit führend und ermöglicht, die Wirkung der TMS auf das Gehirn in Echtzeit darzustellen. Somit kann die Arbeitsweise des Gehirns in der Reifungsphase im Kindes- und Jugendalter erforscht werden. Besondere Interessensgebiete stellen die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Ticstörungen und Tourette-Syndrom, tiefgreifende Entwicklungsstörungen (Autismus-Spektrumsstörungen) und posttraumatische Belastungsstörungen dar.
Laufende Projekte:
- SOSTA-Net: Evaluation eines Sozialen Kompetenz-Gruppentrainingsprogramms bei Autismus-Spektrumsstörungen. Förderung: DFG. Elektrophysiologische Parameter werden vor und nach Therapie erhoben, um Veränderungen nachzuweisen.
- Dyskonnektivität bei Autismusspektrumsstörungen – Einflüsse einer Dysbalance aus Exzitabilität und Inhibition. Förderung: LOEWE-Projekt des Landes Hessen. Mittels TMS-evozierter Potentiale und ereigniskorrelierter Kohärenzuntersuchungen wird der gestörten Kommunikation zwischen Hirnregionen bei Patienten mit Autismus-Spektrumsstörungen auf den Grund gegangen.
- „Ich werd’ die Bilder nicht mehr los – sensorische Kurzzeitgedächtnisspuren und intrusives Wiedererleben bei post-traumatischer Belastungsstörung“. Förderung: Medizinische Fakultät der Goethe-Universität Frankfurt.
- TMS-evozierte Potentiale bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Förderung: Riese-Stiftung der Goethe Universität Frankfurt.
- Repetitive transkranielle Magnetstimulation des motorischen Cortex bei Kindern mit ADHS vom hyperaktiv-impulsiven Subtyp.
Bei Interesse an medizinischen Doktorarbeiten oder psychologischen Diplomarbeiten nehmen Sie bitte Kontakt auf mit Prof. Dr. Stephan Bender.
Die Projekte 1-5 werden aktuell in Kooperation mit der Goethe Universität Frankfurt durchgeführt, da sich das Neurophysiologische Labor in Dresden derzeit noch im Aufbau befindet.
markenbuero.eu