Kinder- und Jugendlichenstation KJP-S2

Liebe Kinder und liebe Jugendliche!

Auf unsere offene kinder- und jugendpsychiatrische Station kommen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 18 Jahren mit unterschiedlichen Problemen. Diese können sich auf den Bereich des Verhaltens (wie bspw. ADHS, Zwang), des Fühlens (wie bspw. Depressionen, Schulängste) und andere Bereiche des Erlebens beziehen.

Neu ist ein spezielles Behandlungsangebot für Kinder- und Jugendliche mit Angststörungen. Dabei finden u.a. folgende Behandlungssäulen Anwendung: Psychoedukation (Aufklärung über das Störungsbild), Erstellung einer Angsthierarchie sowie graduierte Exposition (Auseinandersetzung mit der angstauslösenden Situation). Die verhaltenstherapeutisch orientierte Therapie findet in Einzelsitzungen und in angstspezifischen Gruppen statt. Außerdem kommen, wie bei der Behandlung anderer psychischer Störungen auch, u.a. Ergo- und Physiotherapie (inkl. Entspannungsverfahren) und Reittherapie zum Einsatz.

Zunächst findet ein Vorgespräch statt, in dem sich Eure Eltern und Ihr selbst einen Eindruck von unserer Station und dem Behandlungskonzept verschaffen können bzw. könnt. Es findet eine erste Klärung statt, ob diese Art der Behandlung für Euch geeignet ist. Daneben werden die Vorgeschichte Eurer Problematik, die Erwartungen und Ziele gemeinsam besprochen.

Falls weitere Fragen bestehen, gibt es die Möglichkeit eines weiteren Vorgesprächs. Sollten sich Eure Eltern gemeinsam mit Euch für einen stationären Aufenthalt entscheiden, wird gemeinsam ein Aufnahmetermin vereinbart.

Zu Beginn des stationären Aufenthaltes erfolgt eine ausführliche medizinische, psychologische und familiäre Diagnostik (Hausbesuch, Familienergotherapie). Diese diagnostische Phase dauert ca. 4 Wochen. Mit Aufnahme wird jedes schulpflichtige Kind / jeder schulpflichtige Jugendliche in die Klinikschule integriert. Nach der Diagnostik wird ein Zwischengespräch geführt, in dem Empfehlungen für eine optimale Behandlung gegeben werden.

Bei einer Empfehlung für die Fortführung der stationären Therapie werden die Therapieziele sowie notwendige und sinnvolle Behandlungsbausteine besprochen und der weitere Therapieverlauf festgelegt.
Je nach Art und Schweregrad der Erkrankung stehen im weiteren Behandlungsverlauf unterschiedliche therapeutische Angebote für Euch zur Verfügung. Das integrative Therapiemodell umfasst Einzelgespräche, Familiengespräche, Familienberatung und –therapie, Gruppentherapien, stationsspezifische Angebote (Hausbesuche, gemeinsames Essen, Kochgruppen, …), Bewegungs- und Entspannungsübungen, Ergotherapie, Reittherapie, Physiotherapie. Darüber hinaus wird individuell geprüft und mit Euch und Euren Eltern besprochen, ob eine medikamentöse Unterstützung sinnvoll ist.

Vor der Entlassung können die Kinder und Jugendlichen von der Station aus stufenweise in die Heimatschule reintegriert werden. Bei der Vorbereitung der Entlassung arbeiten wir in speziellen Fällen eng mit Nachfolgeeinrichtungen der Jugendhilfe zusammen.

Falls notwendig und gewünscht, besteht die Möglichkeit einer teilstationären (Familientagesklinik, Tagesklinik für Jugendliche) Weiterbehandlung oder einer ambulanten Nachbetreuung mit z.B. Einzelgesprächen oder einer ADHS-Elterngruppe. 

Die Station wird von PD Dr. Waltereit geleitet.

Kontakt

Zentrale Anmeldung
Telefon: (0351) 458 35 76
Fax: (0351) 458 73 18

Informationen als PDF-Flyer zum Herunterladen oder Drucken