Akutaufnahmestation für Kinder und Jugendliche KJP-S3

Liebe Kinder und liebe Jugendliche! 

In akuten Krisen kann die Situation zu Hause oder in der Schule so eskalieren, dass Ihr dabei Euch selbst oder auch andere in Gefahr bringt oder das Gefühl habt, Ihr haltet es nicht mehr aus, es wird Euch alles zu viel.

Manchmal deuten sich Probleme schon länger an. In diesen Fällen treffen sich Vertre­ter der Klinik und des Jugendamts mit Euch und Euren Eltern im Rahmen einer Fallkonferenz

Die Station ist eine geschützte Station für psychisch kranke Kinder und Jugendliche, die sich in akuten Krisensituationen befinden und verfügt über 8 Behandlungs­plätze.

Wir sind besonders für Kinder und Jugendliche da, die durch ihr Verhalten sich selbst oder Andere gefährden. Das Ziel der Behandlung dabei ist es, die akute Krise zu überwin­den. Wir wollen Euch helfen, Probleme zu bewältigen. Es erfolgt eine Diagnos­tik bezüglich psychischer Störungen. Bei manchen psychischen Erkrankungen ist es sinnvoll, Medikamente einzusetzen.

Die Akutaufnahmestation ist eine geschützte Station. Das bedeutet, dass die Türen verschlossen sind. Wir wollen dabei einen Rahmen bieten, in dem Ihr zur Ruhe kommen könnt und die Möglichkeit habt, ohne den Stress und Druck des Alltags mit der aktuellen Situation zurechtzukommen. Der Stationsalltag ist gut strukturiert. Jeder von Euch hat einen Therapeuten und einen Bezugspfleger, die während Eures stationären Aufenthalts für Euch zuständig sind. Wir versu­chen, eine offene Atmosphäre zu schaffen und den Kontakt zu Euch so zu gestalten, dass Ihr über Lösungsmöglich­keiten für Eure Probleme nach­denken und sprechen könnt.
Es finden zahlreiche Gruppenaktivitäten z.B. Gesprächsgruppe, Soziale-Kompetenz-Gruppe, Sport und gemeinsame Ausflüge im Rahmen der Behandlung statt. Eure Familien werden eng in die Therapie einbezo­gen.

Neben Ergo- und Physiotherapie ist vor allem auch der regelmäßige Besuch unserer Klinikschule wichtig, damit Ihr den Anschluss in Eurer Heimatschule nicht verpasst. Unsere Lehrer unterrichten Euch nach verkürzter Stundentafel und ste­hen stets in engem Kontakt mit Euren Heimatschulen.

Nach der Einweisung durch den Notarzt oder während der Fallkonferenz klären wir mit Euch, ob Ihr freiwillig auf der Station sein wollt. Wenn Ihr Euch das nicht vorstellen könnt, wir aber die Notwendigkeit einer Behandlung sehen, können Eure Eltern beim Familiengericht beantragen, dass Ihr trotz Eurer Ablehnung auf unserer Station bleiben müsst.

Die Station wird von PD Dr. Waltereit geleitet.

Kontakt

Zentrale Anmeldung
Telefon: (03 51) 458 35 76
Fax: (0351) 458 73 18

Nur in Notfällen außerhalb der Sprech­zeiten (Mo - Fr von 7:30 bis 16:00 Uhr) wählen Sie bitte   03 51 / 458 47 89.

Informationen als PDF-Flyer zum Herunterladen oder Drucken