Ergotherapie

Stationärer Bereich

Der Bereich Ergotherapie ist im stationären Bereich für alle drei Stationen ein Bestandteil des multiprofessionellen Teams und versteht sich als Teil eines Gesamtbehandlungskonzeptes der Klinik.

Dieser Behandlungsansatz wird in Form von Einzeltherapien, Einzeltherapie in der Gruppe und Gruppentherapie angeboten. Die Gruppentherapien werden nicht nur kompetenzfördernd eingesetzt, sondern auch gestalterisch, thematisch und dienen der Auseinandersetzung mit den Therapiezielen.

Für alle Stationen gibt es Projektgruppen, z.B. ein Ritterprojekt sowie spezielle thematische Gruppen für die Essgestörtenstation. Für die bis 12-Jährigen werden eine Bewegungsgruppe und eine Geschichtengruppe angeboten.

Zur Förderung der Konzentration und Aufmerksamkeit kann ein computergestütztes Hirnleistungstraining (Cogpack) genutzt werden. Ebenso werden Testungen der Fein- und Grobmotorik durchgeführt, die unter anderem die Grundlage für Behandlungsansätze bieten.

Schwerpunkte der Behandlungsansätze sind:
  • Abbau von Ängsten und Aggressionen 
  • Training zur Antriebssteigerung 
  • Verbesserung des Selbstwertgefühls bzw. der Selbsteinschätzung (ein adäquates Selbstbild erlangen und eine realistische Zukunftsperspektive entwickeln)
  • Förderung von Ausdauer, Konzentration und Merkfähigkeit (z. B. Neurofeedback)
  • Verbesserung der Tagesstrukturierung 
  • Wiedererlangung von Eigenaktivität sowie Selbständigkeit 
  • Förderung sozialer Kontakte und Kompetenzen 
  • Probleme ausdrücken sowie neue Lösungsstrategien entwickeln und erproben

Ein weiteres Angebot der Ergotherapie ist die Arbeit mit der Familie, welche in den Therapieverlauf einbezogen wird. Hierbei geht es ebenso um die lösungsorientierte Unterstützung des Patienten und dessen Familie, wie auch um das Erlernen von Strategien mit dem Problem des Kindes umzugehen. Die Therapie ist systemisch ausgerichtet und es werden dabei darstellend-kreative Techniken eingesetzt. Hierfür haben die Ergotherapeuten eine speziell familientherapeutische Zusatzqualifikation erworben.

Die Ergotherapie wird im stationären Bereich auch fachübergreifend angewandt,  eine enge Zusammenarbeit besteht zur Bewegungstherapeutin und zu den Physiotherapeuten. In diesen Gruppen werden gestalterische Aufgaben mit Bewegungssequenzen in einen Kontext gebracht und dienen der Vertiefung und Änderung der Sichtweise auf einen bestimmten Themenkomplex.

Teilstationärer Bereich

Der Bereich Ergotherapie in der Tagesklinik für Jugendliche, der Familientagesklinik und auch im ambulanten Rahmen bietet - wie im vollstationären Bereich - alle klassischen Techniken und Materialien bezogen auf die Therapieziele. Schwerpunkte sind das Arbeiten mit Ton und Holz, die Seidenmalerei, Peddigrohrflechten und das kreative Arbeiten mit Papier, des Weiteren wird auch ein computergestütztes Hirnleistungstraining (Cogpack) angeboten.

Ein klinikspezifisches Behandlungsangebot ist der auf systemischer Familientherapie basierende ergotherapeutische Ansatz, der erfolgreich in der Familientagesklinik angewendet wird. Die Mehrfamiliengruppe wird in einem Gruppensetting von 3 - 5 Familien über 1 - 2 Stunden durchgeführt. Bei diesem neuen Therapieverfahren können die Schwierigkeiten, Probleme und Ressourcen der einzelnen Familienangehörigen auf der Handlungsebene sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Diese Erfahrungen können die Familien für Veränderungen und Lösungen für sich nutzen.

Kontakt

Zentrale Anmeldung
Tel. (0351) 458 35 76
Fax (0351) 458 73 18