Broca-Aphasie & Handlungskontrolle

Hintergrund der Studie

Im Rahmen der der Broca-Aphasie können neben den sprachlichen Defiziten zusätzlich Probleme im Rahmen der Handlungskontrolle auftreten, welche einen großen Einfluss auf den Alltag haben können. Diese Probleme in der Handlungskontrolle können wohl auch auf die Hirnschädigung zurückgeführt werden, welche die Sprachverständnis- und Sprechprobleme hervorgerufen hat, da sich die Hirnareale für Sprache und Handlungskontrolle in weiten Teilen überschneiden bzw. unmittelbar benachbart sind.

Insbesondere können Handlungskontrollprobleme in den Bereichen der Konfliktverarbeitung, des Aufgabenwechsels (beim gleichzeitigen/ abwechselnden Durchführen mehrerer Tätigkeiten), so wie in der Handlungshemmung (Unterdrückung von unangemessenen Handlungsimpulsen) auftreten. Zu diesen Problemen im Rahmen der (Broca-)Aphasie gibt es allerdings trotz der hohen Alltagsrelevanz dieser Themen bisher noch kaum Forschung. Folglich soll in dieser Studie Grundlagenforschung betrieben werden, inwieweit solche Probleme bei Personen mit (Broca-)Aphasie auftreten und wie diese Probleme im Gehirn verortet sind. Diese Informationen sollen dann zukünftig als Ausgangsbasis für Therapie-Studien genutzt bzw. in der Diagnostik eingesetzt werden.

Ablauf

Die Studie umfasst einen 4-stündigen Termin in dem folgende Tests durchgeführt werden:

  • Neuropsychologische Basisdiagnostik
  • Ableitung eines EEGs (Elektroenzephalogramms)

Wer kann teilnehmen?

Falls Sie die folgenden Kriterien erfüllen, würden wir uns freuen, Sie als Teilnehmer unserer Studie begrüßen zu dürfen:

  • 18 Jahre oder älter
  • von Aphasie betroffen bzw. rest-aphasisch
  • Verfügen über ein intaktes Sprachverständnis
  • nicht von einer anderen neurologischen, psychiatrischen oder Suchterkrankung betroffen (außer solche, die durch die Hirnschädigung, welche die Aphasie hervorgerufen hat, auftreten)

Kontakt

Bei Interesse melden Sie sich bitte im Forschungssekretariat per E-Mail unter KJPForschung@uniklinikum-dresden.de oder telefonisch unter 0351-458 71 68. Als Dank für die Mitarbeit gibt es nach der Durchführung der Studie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 40,-€.

Mit der Teilnahme an unserer Studie tragen Sie zur weiteren Erforschung von Aphasien bei. Hierdurch könnten in Zukunft Untersuchungs- und Behandlungsformen verbessert werden, welche allen Betroffenen zugute kommen.