ADHS-Studien an der KJP

ADHS-Treatment – Effekte verschiedener Therapieformen auf motorische und attentionale Fertigkeiten sowie Handlungskontrollfunktionen

Annähernd die Hälfte der Kinder mit ADHS zeigen Beeinträchtigungen in ihren motorischen Fertigkeiten bzw. weisen eine UEMF auf. Durch ihre Verhaltensauffälligkeiten und motorische Ungeschicklichkeit kann es zum Ausschluss von sozialen Aktivitäten kommen. Dieser hat wiederum negative Auswirkungen auf die Psyche und den Selbstwert.Es gibt nur wenige Studien, die die Wirksamkeit von Behandlungsmöglichkeiten bei dieser Gruppe von Betroffenen erforscht haben. Wir wollen daher in unserer Studie untersuchen, welche Effekte die verschiedenen Behandlungsoptionen (Physiotherapie, Elterntraining, Neurofeedback) sowohl auf die AD(H)S-Symptome und eventuell bestehende motorische Probleme als auch auf diverse neurowissenschaftliche Parameter haben.

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Sina Wanderer
Forschunsgruppe: AG Rößner
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier:

 

Grundlagen der Impulsivität & kognitiver Flexibilität bei AD(H)S

Die vorliegende Studie untersucht, ob Probleme in der Inhibition ("Hemmung") von Gedanken auch die kognitive Flexibilität von Menschen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-(Hyperaktivitäts-)Störung beeinflusst. Dabei untersuchen wir erwachsene Männer und Frauen im Alter von 18-35 Jahren mit AD(H)S, welche während des ca. 2,5-stündigen Termins einige Aufgaben am PC lösen, während ein EEG abgeleitet wird.

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Gabriel Dippel, M.Sc. Rui Zhang
Forschungsgruppe: AG Beste


Dysbalancen von Inhibition und Fazilitation im dorsolateralen Präfrontalkortex bei Erwachsenen mit ADHS

In der vorliegenden Studie sollen die der ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung) zu Grunde liegenden Mechanismen im Gehirn genauer erforscht werden. Dabei wird untersucht, ob das Aktivitätsungleichgewicht bei ADHS nach einer Magnetstimulation kurzzeitig gemindert werden kann.Hierzu wird die Erregbarkeit der für Abwägungsprozesse sowie Entscheidungsfindung essentiellen Hirnregionen gemessen, indem die betreffenden Areale mithilfe eines Magneten stimuliert werden (transkranielle Magnetstimulation / TMS). Um eine Aussage zu möglichen Veränderungen in der Erregbarkeit treffen zu können, wird die Hirnaktivität durch eine hochfrequente, repetetive Magnetstimulation (rTMS) kurzzeitig erhöht. Die Erfassung der veränderten Hirnströme erfolgt per EEG. Für diese Studie suchen wir Teilnehmer mit und ohne ADHS im Alter von 18 bis 40 Jahren.

Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Gabriel Dippel
Forschungsgruppe: AG Beste


Die Relevanz fronto-striataler Netzwerke für flexible Aufmerksamkeitsallokation

Flexible Aufmerksamkeitskontrolle ist eine wesentliche Erfordernis im täglichen Leben. Zum Beispiel um beim Schreiben eines Textes am Computer flexibel die Aufmerksamkeit verschieben zu können, während man einer Unterhaltung im Fernsehen folgt, oder um die Aufmerksamkeit zwischen zwei Konversationspartnern auf einer Dinner Party wechseln lassen zu können. Interaktionen zwischen unterschiedlichen Hirnarealen, welche fronto-striatale Netzwerke einschließen und maßgeblich über das dopaminerge System (das biochemische Botenstoffe im Gehirn freisetzt) vermittelt werden spielen hier eine wichtige Rolle.

Methylphenidat (Ritalin bzw. Concerta) stellt eine übliche medikamentöse Behandlungsform bei ADHS dar. Dennoch sind die Mechanismen wie dadurch Aufmerksamkeitsfunktionen verbessert werden nicht vollständig klar. Gleiches gilt für mögliche altersabhängige Effekte. Ziel der Studie ist es zu untersuchen in wie weit Methylphenidate Aufmerksamkeitskontrollfunktionen altersabhängig beeinflussen. Dazu werden Jugendliche (13-17 Jahre) und Erwachsene mit AHDS untersucht. Während der Untersuchung bearbeiten sie einfache Aufgaben am Computer. Währenddessen wird das Elektroenzephalogramm (EEG) abgeleitet.

Ansprechpartner: Nico Adelhöfer, M.Sc.
Forschungsgruppe: AG Beste