Tic- und Zwangsstörungen

Tic-Treatment

In der Therapie von Tics kommen sowohl pharmakologische als auch verhaltenstherapeutische Ansätze erfolgreich zur Anwendung. Für beide Interventionsformen existieren Evaluationsstudien mit positiven Ergebnissen. Allerdings fehlen bisher direkt vergleichende Daten, die zeigen, ob und in wie weit eine pharmakologische Intervention mit Tiaprid der verhaltenstherapeutischen Intervention durch Habit-Reversal-Training hinsichtlich ihrer kurz- und langfristigen Wirksamkeit sowie Sicherheit vorzuziehen ist oder umgekehrt. Ziel der geplanten Studie ist es somit, die kurzzeitigen Effekte beider Therapieformen erstmals vergleichend zu untersuchen.            
In dieser Studie werden sowohl betroffene als auch gesunde Kinder im Alter von 10 bis 17 Jahren untersucht. Bei Betroffenen sollte die Behandlungsindikation der Tic-Störung vorhanden sein, wobei die Wahl der Therapieform dem Probanden sowie dessen Eltern überlassen bleibt. Die Studie umfasst 2 EEG-Termine im Abstand von 10 Wochen (vor Beginn und 10 Wochen nach der erfolgten Tiaprid- bzw. Habit-Reversal-Therapie).

Ansprechpartner: M. Sc. Psych. Benjamin Bodmer
Forschungsgruppe: AG Rößner
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier:

 

Tic-Genetics

Das Ziel dieser internationalen Studie ist es, genetische Faktoren ausfindig zu machen, die bei bestimmten Personen das Auftreten von Tic-Störungen und anderen, verwandten Störungen verursachen können. Dafür wollen wir Familien untersuchen. Für die Studie ist es wichtig, dass sowohl erkrankte (ab 3 Jahren) als auch gesunde Familienmitglieder an der Studie teilnehmen. Nach einem ausführlichen Telefoninterview, bei dem wir einen Familienstammbaum erstellen und die Zahl der betroffenen Familienmitglieder herausfinden wollen, erhalten Sie ein Fragebogenpaket, welches Sie direkt bei uns ausfüllen. Im Anschluss findet ein Termin im Universitätsklinikum statt, bei dem sowohl die Fragebögen besprochen als auch die Blutentnahmen für die Untersuchung der relevanten genetischen Marker gemacht werden.

Ansprechpartner: M. Sc. Psych. Benjamin Bodmer
Forschungsgruppe: AG Rößner
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier: